08.09.2007 | Jörg-Uwe Hahn: „ Das Gespenst kommt in neuem Gewand. FDP plädiert für Freiheit statt Sozialismus.

Wahl Willi van Ooyen

„Die Wahl des neuen Spitzenkandidaten der Linkspartei, Willi van Ooyen lässt nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei den Linken um ein rückwärtsgewandtes, an sozialistischen Idealen orientiertes Sammelbecken der unterschiedlichsten linken Gruppierungen handelt,“ so der FDP Landes- und Fraktionsvorsitzende Jörg-Uwe Hahn. „Das Gespenst des Sozialismus kommt nur in neuem Gewand. Es klingt so harmlos, wenn der neu gewählte Spitzenkandidat aus der Friedensbewegung kommt. In Wahrheit ist er gewählt worden von Delegierten einer Partei, die ihre Wurzeln eindeutig in der SED-Nachfolgeorganisation PDS hat und von romantischen Idealen wie dem Sozialismus träumt. Der gescheiterte Altkommunist Pit Metz machte das deutlich – offenbar zu deutlich, sonst hätte er nicht zurücktreten müssen.“

Hahn nahm auch Bezug auf das 175. Bestehen des Hambacher Festes, dessen Symposium er mit bestritt. „Besonders am heutigen Tag, an dem wir Liberale den 175. Geburtstag der „ersten Geburtsstunde der Demokratie“ auf dem Hambacher Schloß in Rheinland-Pfalz feiern, muss ganz deutlich der Unterschied zwischen Freiheit und Sozialismus herausgestellt werden. Rechte wie „Pressefreiheit“, „freier Handel“ sowie ein „geeintes Deutschland“ sind damals liberale Errungenschaften gewesen.  Unser Menschbild orientiert sich nicht an sozialistischen Utopien, die den Menschen letztendlich

klein und unselbständig halten wollen, in der Annahme, er brauche den versorgenden, allumfassenden Staat. Demgegenüber setzten wir Liberale auf Verantwortung und Freiheit eines jeden Menschen, wobei Freiheit mehr ist als die Freiheit, tun und lassen zu können, was man will. Freiheit heißt auch, Freiheit zur Verantwortung für sich selbst, den Nächsten und die Gemeinschaft.“

  

Mit Blick auf die Äußerungen Gysis - entgegen vorheriger Ankündigungen der Linken - nun doch offen für eine Koalition mit der SPD zu sein, betonte Hahn abschließend: „Rot-rot-grün wird in Hessen wieder möglich, das gilt es zu verhindern. Wer mehr Freiheit statt Gleichmacherei, wer mehr Eigenverantwortung und weniger Staat möchte , der ist bei den Liberalen richtig. In diesem Sinne wünschen wir uns, dass alle Freiheitsliebende in Deutschland sich an die Errungenschaften des Hambacher Festes vor 175 erinnern und die erreichten Werte weiterhin kräftig in Wort und Tat verteidigen.“