18.06.2007 | Jörg-Uwe Hahn: „Unsere Liste ist komplett – 55 Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten treten zur Wahl an. Der Wahlkampf kann beginnen.“

Pressekonferenz Landesvertreterversammlung der Liberalen in Friedberg, Aufstellung für Kandidatenliste für die Landtagswahl 2008

Wiesbaden – „Am kommenden Samstag, den 23. Juni 2007, werden wir Liberale mit der Listenaufstellung unserer Landtagskandidaten in der Stadthalle in Friedberg in den operativen Wahlkampf einsteigen.  Es ist erfreulich, dass in allen 55 hessischen Kreisen liberale Kandidatinnen und Kandidaten antreten. Wir sind also flächendeckend vertreten. So steht den hessischen Wählern ein überzeugendes Personalangebot zur Verfügung, ganz im Sinne unseres Zieles, die Zeit der Alleinregierung Roland Kochs zu beenden, aber auch ein Rot-Rot-Grünes Bündnis in Hessen zu verhindern“, so der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag, Jörg-Uwe Hahn.

„Wir Liberale sehen uns im Aufwind, nach 12 Jahren haben wir wieder den Einzug in die Bremer Bürgerschaft in Fraktionsstärke geschafft“, betonte Hahn. „Die Gründung der Linkspartei am vergangenen Wochenende hat uns Liberale bestärkt, einen klaren Wahlkampf für eine bürgerliche Mitte zu führen. Wir sind die klare Alternative zur Einheitsschule à la Ypsilanti und den Grünen. Wir setzen auf deutliche Signale für mehr Dynamik in der Wirtschaft. Und wir bleiben dabei, der Energiemix ist der richtige Weg in Sachen Klima für Hessen. Ferner werden wichtige Themen für uns im Wahlkampf die Integration sowie die Mobilität in Hessen sein.“

„Mit besonders großer Aufmerksamkeit werden wir verfolgen, wie sich Grüne und SPD in Bezug auf die Postkommunisten positionieren. Es ist angebracht, skeptisch zu bleiben, ob eine Koalition der SPD und Grünen mit den Linken nicht doch möglich oder in Betracht gezogen wird. Die Grünen zumindest haben bereits gezeigt, dass sie sich nicht klar gegen eine Koalition mit den Linken ausgesprochen haben.“

„Auf der Landesvertreterversammlung in Friedberg ist vorgesehen, dass die Plätze 1 bis 15 einzeln gewählt werden. Die Wahl der Plätze 1 bis 10 wird vermutlich ohne ernsthafte Gegenkandidaturen durchgeführt. Sechs der neun Landtagskandidaten treten wieder zur Wahl an“, so Hahn.

Neben dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden, Jörg-Uwe Hahn, sind das Dieter Posch, Dorothea Henzler, Nicola Beer, Florian Rentsch und Heinrich Heidel.

Hahn würdigte die drei ausscheidenden Landtagsabgeordneten Ruth Wagner, Roland von Hunnius und Michael Denzin. „Alle drei Abgeordneten haben sich in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten große Verdienste im Ringen um den besten Weg für die Interessen der Hessinnen und Hessen erworben.“

„Herausgehoben dafür steht Ruth Wagner. Mit großem Respekt und Hochachtung verabschieden wir uns nach dieser Legislaturperiode von ihr. Seit dem 15. Dezember 1978, mit zwei Unterbrechungen ist sie dann im Hessischen Landtag vertreten gewesen. Sie stand der FDP-Fraktion in der Opposition einer Rot-Grünen Regierung vor, bis 1999 der Wechsel an der Seite mit Roland Koch geschafft war und sie zur stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes Hessen und Wissenschaftsministerin wurde,“ erinnerte Hahn.

„In dieser Legislaturperiode ist sie Vizepräsidentin des Hessischen Landtags. Ihr besonderes Engagement gilt dem Demographischen Wandel.“

Hahn würdigte ebenfalls die parlamentarische Arbeit des finanzpolitischen Sprechers der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Roland v. Hunnius. Hahn hob hervor: „Elf Jahre lang hat Roland v. Hunnius strikt auf den Abbau des Schuldenberges gedrungen. Sein finanzpolitischer Sachverstand ist weit über die Grenzen der Partei anerkannt.“

Nach zwölfjähriger Abgeordnetentätigkeit wird Michael Denzin zur nächsten Legislaturperiode aus dem Landtag ausscheiden.“ Die Wirtschaftspolitik machte er zu seiner Sache – auf diesem Gebiet erwarb er sich große Kompetenz. Wir bedauern seinen Abschied aus der Landespolitik.“

„Unterstützung wird die Landesvertreterversammlung von dem stellvertretenden FDP Partei- und Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle erhalten. Er wird in Friedberg zu dem Thema ‚Freiheit für Hessen’ sprechen“, so Hahn.