09.02.2012 | HAHN: DGB muss sich zeitnah verbindlich zur Nordwestbahn erklären

Landebahn Nordwest

WIESBADEN – Mit  großem Befremden hat der Landesvorsitzende der hessischen FDP Jörg- Uwe HAHN einem Bericht der Frankfurter Rundschau von gestern (8. Februar 2012) entnommen, dass die 2. Bevollmächtigte des DGB Hessen–Thüringen Katinka Poensgen sich für eine Stilllegung der Nordwestlandebahn ausgesprochen habe und das diese Position vom 1. Bevollmächtigten Michael Erhardt geteilt werde.
Hahn fordert nun in einem offenen Brief den Vorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen Stefan Körzell auf, kurzfristig eine verbindliche Stellungnahme zu den o.g. Äußerungen abzugeben. Er tue dies nicht nur als Landesvorsitzender der hessischen Liberalen sondern auch als Vertreter Hessens im Aufsichtsrat der Fraport AG. Hahn fragt: „Steht die Gewerkschaft und damit insbesondere deren Dachorganisation weiter hinter diesen Beschlüssen der Vergangenheit? Ist der DGB Hessen geschlossen dafür, dass das Mediationsergebnis, und damit auch der Ausbau des Rhein-Main Flughafens bei dem Bestand hat?“

Hahn weiter:

„Ich erwarte von dem ,Arbeiterführer‘ Hessens eine dezidierende und klare Ansage. Herr Körzell weiß, dass wir in intensiven Gesprächen mit dem Betriebsrat und den Verdi-Vertretern am Frankfurter Rhein-Main Flughafen diese Maßnahmen nicht nur in der Landesregierung begrüßen, sondern im Aufsichtsrat auch immer beschlossen haben.

Herr Körzell weiß ferner, dass der Flughafen die größte Arbeitsstätte Deutschlands mit derzeit wohl knapp 75.000 Arbeitsplätzen ist. Er weiß auch, dass der größte Arbeitgeber Hessens die Deutsche Lufthansa AG ist und dass darüber hinaus alleine bei Fraport ein Mitarbeiterstand im Konzern von über 15.000 Personen festzustellen ist.

Darüber hinaus weiß er, dass durch eine Kapazitätserweiterung Arbeitsplätze in sämtlichen Bereichen neu entstanden sind und weiterhin entstehen werden. Umso enttäuschter bin ich, dass nunmehr gerade von heimischen Arbeiterführern entsprechende negative Äußerungen zu der neuen Landebahn kommen.“