Kritik Koch in Vanity Fair
Anlässlich eines Artikels in der Zeitschrift „Vanity Fair“, in dem Ministerpräsident Roland Koch mit Sorge auf die Bundestagswahl 2009 blickt und den möglichen Koalitionspartner FDP kritisiert, erwidert der hessische FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende Jörg-Uwe Hahn: „Wir begrüßen, dass sich der hessische Ministerpräsident Sorgen um eine bürgerliche Mehrheit im Jahre 2009 in Berlin macht, für einen Politikwechsel im Bund ist aber die beste Garantie eine bürgerliche Mehrheit in Hessen am 27.01.2008. Koch sollte sich keine Gedanken um Bundespolitiker der FDP wie Guido Westerwelle machen, sondern sich vielmehr um sein eigenes Bundesland und die dort schwindende Mehrheit kümmern.“
Auf dem Weg zu einer bürgerlichen Mehrheit in Hessen, so der Spitzenliberale weiter, sei es notwendig, dass die CDU-Landesregierung ihre Überheblichkeiten wie im Falle des Bundestagsabgeordneten der CDU Willsch und handwerkliche Fehler wie der der Kultusministerin Karin Wolff und des Justizministers Jürgen Banzer, wie heute schon von der FDP im Zusammenhang mit einer Scheinhinrichtung in der JVA Wiesbaden kritisiert, ablege.
In der Zeitschrift „Vanity Fair“ hat Koch dem Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle und seiner Partei vorgeworfen, er sei nicht in der Lage, „die mit der Großen Koalition unzufriedenen Unionswähler zumindest auf Zeit“ an sich zu binden. „Herr Westerwelle muss Themen anbieten, die die Wähler ansprechen und nicht wie hier und da sogar abschrecken.“
„Die hessische FDP“, so kommentiert Hahn diese Äußerungen abschließend, „bietet genügend Themen an, die die Menschen in Hessen betreffen und bewegen, wie Bildung, Wirtschaftsentwicklung und Haushaltssanierung.“