Haus des Jugendrechts
„Bedauerlich“ nannte heute der rechtspolitische Sprecher der hessischen Liberalen, Leif Blum, die Verzögerung bei dem Frankfurter Modellprojekt eines Hauses des Jugendrechts. „Wir hätten uns gewünscht, dass dieser wichtige Baustein eines ganzheitlichen Ansatzes in der Jugendstrafverfolgung schon längst in Betrieb wäre.“ Der Liberale meinte, erneut zeige sich, welche praktischen Konsequenzen die verfehlte Regierungsbildung in Hessen habe. „Ein Haus des Jugendrechts könnte aus unserer Sicht einen erheblichen Beitrag zur Beschleunigung von Jugendstrafverfahren leisten. Dies haben unter anderem die Modellprojekte in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz gezeigt, wo sie unter liberaler Regierungsverantwortung schon längst auf den Weg gebracht seien“, meinte Blum.
Er versicherte, wenn die FDP nach der kommenden Wahl Regierungsverantwortung erhielte, werde sie dieses Projekt schnellstmöglich in Angriff nehmen. „Die Strafe muss der Tat auf dem Fuße folgen“, so der liberale Rechtsexperte. Gerade bei Jugendlichen, die noch leichter zu beeinflussen seien, sei es wichtig, die Konsequenzen einer Straftat möglichst sofort aufzuzeigen.