Hahn - Zum Tode von Dr. Werner Brans
Anlässlich des Todes von Dr. Werner Brans am Montag dieser Woche würdigte der FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende, Jörg-Uwe Hahn, die großen Verdienste des Verstorbenen um die Umwelt in Hessen und Kunst und Kultur in Thüringen. Hahn hob ferner den großen Einsatz von Dr. Brans für das kulturelle Leben in seiner Heimatstadt Wetzlar hervor, in der er 16 Jahre lang das Amt des Stadtverordneten für die Liberalen innehatte.
Der FDP-Landeschef erinnerte daran, dass Dr. Brans nach dem Fall der Mauer als Aufbauhelfer nach Thüringen gegangen war, wo er bis 1993 als Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wissenschaft und Kunst gearbeitet hat. Hier wirkte er vor allen Dingen an der Schaffung eines thüringischen Hochschulgesetzes mit. Auch engagierte er sich in enger Kooperation mit Denkmalpflegern aus Hessen und dem Hessischen Museumsverband für ein Denkmalschutzgesetz und Museumskonzept für Thüringen, das Mutterland Hessens. „Dr. Brans hat hier wertvolle Pionierarbeit geleistet, deren Wirkung sich erst viele Jahre später erwiesen hat“, so Hahn weiter.
Der am 08. Januar 1929 geborene Dr. Werner Brans war nach dem Abitur 1947 zunächst als Bau- und Fabrikarbeiter tätig. Nach dem Studium in Marburg, München und Frankfurt am Main legte er 1953 sein Staatsexamen in den Fächern Deutsch, Geschichte und Philosophie ab. Nach der Referendarzeit und seiner Promotion im Jahre 1956 war er ab 1957 für fünf Jahre im Schuldienst tätig. 1978 bis 1984 war er Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Landesentwicklung, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten und damit das erste Hessische Regierungsmitglied, dass ausschließlich für die Umweltarbeit zuständig war.
„Dr. Werner Brans gehört zum liberalen Urgestein. 1956 trat er 27jährig in die FDP ein. Im Hessischen Landtag kämpfte er um die freiheitlichen Werte als stellvertretender Vorsitzender der Fraktion und schulpolitischer Sprecher in den Jahren 1970-1978. Bei seinem Wirken an großen und kleinen Dingen zeichnete er sich darin aus, dass er wenig Aufheben um sich und seine Tätigkeit machte, obgleich er diese mit Begeisterungsfähigkeit und Konsequenz verfolgte. So hat er seine Ziele immer erreicht und blieb doch immer bescheiden im Hintergrund“, würdigte Hessens FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzender Hahn abschließend den Verstorbenen.