FDP: Migration muss Chefsache werden
Die Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes, wonach jeder dritte Zuwanderer über 15 Jahre in Hessen keinen Beruf erlernt habe, hat der hessische FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende Jörg-Uwe Hahn als „deutliches Alarmzeichen“ bezeichnet. Es könne nicht weiter akzeptiert werden, dass in Hessen die Risiken, aber insbesondere die Chancen der Zuwanderergenerationen missachtet würden.
„Es ist dringend notwendig, dass in Hessen künftig die Migrationspolitik Chefsache wird. Wir brauchen am Kabinettstisch einen Minister, der zentral die Fragen der Migration und der demographischen Entwicklung in Hessen verantwortet. Das Verteilen von Zuwandererfragen auf das Sozial-, Innen-, Kultur- und Wirtschaftsministerium kann keine guten Ergebnisse erzielen“, hob Hessens FDP-Chef Hahn hervor.
Besonders beängstigend sei es, dass in der jungen Migrantengeneration zwischen 15 und 25 Jahren der Anteil ohne Berufsausbildungen immer noch 17 Prozent betrage. Hätten unter den Nichtmigranten 50 Prozent eine Lehre abgeschlossen, so sei dieses bei Migranten nur bei 30 Prozent festzustellen.
„Liberale Migrationspolitik ist ein Angebot mit Fördern und Fordern. Dieses muss in Hessen endlich verantwortlich umgesetzt und durch einen Minister am Kabinettstisch politisch organisiert werden“, fasste Hahn die Forderung der FDP zusammen.