17.02.2012 | HAHN: Rücktritt des Bundespräsidenten Christian Wulff war genauso dringend notwendig wie er auch bedauerlich ist – Nachfolger sollte Integration weiter als wichtiges Thema vorantreiben

FDP Hessen: Rücktritt Bundespräsident Christian Wulff

WIESBADEN – Zum heutigen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff, erklärt Jörg-Uwe HAHN, Landesvorsitzender der FDP Hessen und Mitglied des FDP-Bundespräsidiums:
 
„Der Rücktritt des Bundespräsidenten Christian Wulff war genauso dringend notwendig wie er auch bedauerlich ist. Die hauptsächliche Macht des Bundespräsidenten liegt in seiner Glaubwürdigkeit. Diese war angeschlagen, auch durch das Krisenmanagement der letzten zweieinhalb Monate. Und allerspätestens nach Beginn der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen war sie nicht mehr ausreichend vorhanden.
Bedauerlich ist der Rücktritt deshalb, weil Christian Wulff mit seinem Engagement das Thema Integration auf die bundesrepublikanische Tagesordnung zum richtigen Zeitpunkt gesetzt hat und das Richtige gesagt hat. Zudem hat Christian Wulff die Bundesrepublik Deutschland auf seinen zahlreichen Auslandreisen hervorragend vertreten.
 
Ich gehe davon aus, dass die drei Parteivorsitzenden der Regierungskoalition in der Bundeshauptstadt ihre Verantwortung bereits übernommen haben und in kurzfristig angesetzten Gesprächen eine gemeinsame Kandidatin oder einen Kandidaten suchen und auch finden werden.
 
Ich hoffe, dass die positiven Ideen von Christian Wulff zum Zusammenleben in Deutschland von seiner Nachfolgerin oder von seinem Nachfolger fortentwickelt werden.“