29.10.2011 | Ministerin Henzler dankt Staatssekretär Brockmann für seine großen Verdienste

Dr. Herbert Hirschler soll neuer Staatssekretär im Kultusministerium werden

Wiesbaden/Kleinlinden - Zu Beginn des kommenden Jahres soll Dr. Herbert Hirschler neuer Staatssekretär im hessischen Kultusministerium werden und damit den bisherigen Staatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann ablösen.  Kultusministerin Dorothea Henzler erklärte heute während einer Sitzung des FDP-Landesvorstandes in Gießen, dass sie dem Ministerpräsidenten diesen Personalvorschlag unterbreiten werde.

Der stellvertretende Ministerpräsident und FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn und Kultusministerin Dorothea Henzler dankten Staatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann für seine Arbeit. Er habe sich große Verdienste um die hessische Schullandschaft erworben. „Ich möchte Staatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann auch ganz persönlich für die jederzeit loyale, freundschaftliche und immer äußerst zuverlässige Zusammenarbeit sowie seine großartigen Leistungen für die hessischen Schulen danken“, sagte Henzler.

„Ich habe den niedersächsischen Bildungsexperten als meinen Staatssekretär nach Hessen geholt, weil er wie kein anderer Erfahrungen zur Entwicklung von Selbstständigen Schulen mitgebracht hat. Heute ist Hessen mit der Verankerung der Selbstständigen Schule im neuen Schulgesetz Vorreiter in Deutschland“, so Ministerin Henzler. Die praktische Umsetzung der Selbstständigen Schule sei auf einem sehr guten Weg und „diese  Entwicklung ist unumkehrbar. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere Bundesländer uns folgen werden“, so die Kultusministerin.

Ein weiterer Grund für die Ernennung Brockmanns sei gewesen, den islamischen Religionsunterricht in Hessen einzuführen. Auch auf diesem Gebiet sei Brockmann ein ausgewiesener Fachmann, der Erfahrungen aus einem niedersächsischen Modellversuch mitgebracht habe und damit wichtige Impulse für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Hessen geben konnte. Inzwischen sei Hessen auch hier beispielgebend in Deutschland. Eine vom Runden Tisch eingesetzte Arbeitsgruppe unter Leitung von Staatssekretär Brockmann, die mit Vertretern aus unterschiedlichen islamischen Organisationen besetzt sei, habe sich im Grundsatz auf ein gemeinsames Curriculum geeinigt. Das sei bundesweit einzigartig. Das konkrete Curriculum werde im Frühjahr stehen. Ebenfalls im Frühjahr würden die Ergebnisse eines vom Kultusministerium in Auftrag gegebenen Gutachtens vorliegen, das zum Ziel habe,  zu prüfen, ob die beiden Antragsteller für einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht die Merkmale einer Religionsgemeinschaft nach Art. 7, Abs. 3 des Grundgesetzes erfüllen, sagte Henzler.

Nachdem diese beiden zentralen politischen Projekte der ersten Hälfte der Legislaturperiode unter entscheidender Mitwirkung von Staatssekretär Brockmann sehr erfolgreich auf den Weg gebracht worden seien, gelte es nun das nächste große Reformprojekt umsetzen, nämlich die Anpassung der Schulverwaltung an die Selbstständigen Schulen. „Ich habe den Schulen Ruhe und Verlässlichkeit versprochen und dieses Versprechen gehalten. Ich habe den Schulen mehr Selbstständigkeit versprochen und dieses Versprechen gehalten. Ich habe versprochen, den islamischen Religionsunterricht auf den Weg zu bringen und dieses Versprechen gehalten. Als nächsten Schritt werde ich eine effizientere Schulverwaltung in Hessen einführen und umsetzen.  Und auch für dieses politische Vorhaben hole ich mir erneut den auf diesem Gebiet best möglichen Sachverstand ins Ministerium“, sagte Henzler.

Der Sprecher der Geschäftsleitung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank), Dr. Herbert Hirschler, kenne die hessischen Verwaltungsstrukturen „wie kein anderer“, sagte Henzler. Bereits während seiner Tätigkeit als Vizepräsident im Regierungspräsidium Darmstadt sei er unter anderem auch für Schulverwaltung und die Umsetzung struktureller Veränderungen zuständig gewesen. Als Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung habe er mit großem Erfolg  die Umstrukturierung nachgeordneter Behörden umgesetzt. „Wir werden die bisherige erfolgreiche Arbeit, die auch von Eltern, Schülern und Lehrern anerkannt wird, fortsetzen und auch die Herkulesaufgabe der Umsetzung einer neuen und effizienteren Schulverwaltung gemeinsam lösen“, sagte Henzler.

Abschließend erklärte der FDP-Landesvorsitzende Hahn: „Mit der Diskussion im Landesvorstand  ist die Personaldiskussion um die Führung des Kultusministeriums beendet.“