Bildung
"Die christlich-liberale Landesregierung räumt der Bildung auch weiterhin oberste Priorität ein. Hessen hat in den vergangen Jahren große Bildungsinitiativen in Angriff genommen und seit dem Jahr 2000 die Ausgaben für Bildung um rund 1,9 Mrd. Euro aufgestockt", so Jörg-Uwe Hahn, FDP-Landesvorsitzender und hessischer Minister für Justiz, Integration und Europa, bei einer Sitzung des FDP-Landesvorstands in Gießen.
Hahn hob hervor, dass dies einer Steigerung von 34% seit dem Jahr 2000 entspreche. Es seien zum Schuljahr 2010/2011 650 neue Lehrerstellen geschaffen worden. Diese 650 Stellen sollen vor allem der Verkleinerung der Klassen der Jahrgangsstufen 2, 6 und 8 sowie den doppelten Abiturjahrgängen zu Gute kommen. Aber auch das Ganztagsangebot werde weiter ausgebaut, sodass es im neuen Schuljahr 62 neue Ganztagsangebote gäbe. An 88 Schulen würden die bestehenden Angebote erweitert. „Damit haben gut 41% aller öffentlichen Schulen der Primarstufe, der Sekundarstufe I und der Förderschulen ein Ganztagsangebot inklusive pädagogischer Mittagsbetreuung. Das ist ein hervorragendes Ergebnis der ersten 18 Monate unserer liberalen Kultusministerin Dorothea Henzler“, stellte Hahn fest.
Insgesamt seien zum neuen Schuljahr 2159 Stellen neu zu besetzen gewesen. Eine Woche vor Schuljahresbeginn seien gerade noch 7 offen gewesen! Damit käme Dorothea Henzler als Kultusministerin auf den hervorragenden Wert einer Besetzungsquote zum Schuljahresbeginn von 99,7%. Das Ziel der christlich-liberalen Landesregierung, eine hundertprozentige Unterrichtsversorgung zum Schuljahresbeginn zu erreichen, sei damit bereits im zweiten Jahr der Regierungsverantwortung der FDP erfüllt worden.
„Dass Hessen im Hinblick auf Unterrichtsversorgung und Besetzungsquote so gut dasteht, ist auf die flexiblen Einstellungsmöglichkeiten der Schulen zurückzuführen. Hier agieren viele Schulen bereits weitgehend selbstständig und nutzen in Eigeninitiative die vorhandenen Möglichkeiten. Das verdient große Anerkennung. Zudem bildet Hessen in vielen Lehrerämtern über Bedarf aus“, hob die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler hervor.
Dennoch sei es in den sogenannten Mangelfächern nach wie vor schwierig, für jede Stelle den passenden Kopf zu finden. Mangelfächer blieben weiterhin Musik, Chemie und Physik im Hauptschul- und Realschullehramt; Physik und Latein im Gymnasiallehreramt sowie Metall- und Elektrotechnik, Religion und Fremdsprachen im Bereich der beruflichen Schulen. Mit dem Projekt „Lehrerscouts“ soll nunmehr, so die beiden liberalen Staatsminister Henzler und Hahn weiter, Nachwuchs für den Lehrerberuf gewonnen werden. Junge Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst würden als Lehrerscouts Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Einblick in die Aufgaben und Tätigkeitsbereich Schule und Unterricht geben.
„Für die FDP ist es wichtig, dass die Arbeit in den hessischen Schulen nicht durch ideologische Bildungsdebatten gestört wird. Ruhe in der Schule ist die oberste Kultusministerpflicht: Das hat Dorothea Henzler in den letzten 18 Monaten hervorragend erfüllt. Selbstverständlich bedeutet Ruhe nicht Stillstand. So wird in den nächsten Monaten das Thema Lehrerbildung, selbständige Schule, Veränderung der Hauptschule hin zur Mittelstufenschule und eine Änderung des Schulgesetzes auf der Tagesordnung stehen. Viel wichtiger ist aber immer eine Beruhigung im täglichen Schulalltag und nicht Hektik“, sagte der FDP-Landesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn.