28.08.2007 | Jörg-Uwe Hahn: „Ich fordere Sie auf, innerhalb der nächsten 48 Stunden öffentlich klarzustellen, dass Sie nicht weiterhin den Schießbefehl des DDR-Unrechtssystems verharmlosen.“

Äußerungen des Vorsitzenden „Die Linke“, Pit Metz, zum DDR-Schießbefehl

Nach den Äußerungen des Vorsitzenden „Die Linke“, Pit Metz, der den Schießbefehl des DDR-Unrechtssystems gleichgesetzt hatte mit Einsätzen der Bundeswehr in Afghanistan, hat heute der hessische FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende, Jörg-Uwe Hahn, in einem Schreiben an Metz deutlich gemacht, dass er erwarte, dass sich Metz von diesen Äußerungen öffentlich distanziere.

„Ich fordere Sie auf, innerhalb der nächsten 48 Stunden öffentlich klarzustellen, dass Sie nicht weiterhin den Schießbefehl des DDR-Unrechtssystems verharmlosen. Ganz offensichtlich handelt es sich nicht nur um eine persönliche Entgleisung von Ihnen, sondern um eine strategische Entwicklung der sog. Linkspartei. Es ist auffallend, dass sich am vergangenen Wochenende fast zur gleichen Stunde der Bundesvorsitzende Lothar Bisky ebenfalls relativierend hinsichtlich des Schießbefehls ausgesprochen hat.“

Hahn vermisst auch Widerspruch von Mitgliedern des neu gegründeten hessischen Landesverbandes der Partei „Die Linke“. Abschließend kommentierte Hahn die Äußerungen: „Natürlich ist Ihr Start hin in die parlamentarische Demokratie in Hessen gründlich misslungen. Sollten Sie die von mir genannte Frist aber nicht beachten, so werden Sie davon ausgehen müssen, dass sich die FDP-Landtagskandidaten genauso wie der Unterzeichner selbst weigern werden, an Veranstaltungen teilzunehmen, auf denen Sie bzw. Mitglieder Ihres hessischen Landesverbandes ebenfalls anwesend sind.“